Metall- und Elektroindustrie IG Metall Oldenburg startet Warnstreiks gegen Minus-Angebot der Arbeitgeber bei Waskönig+Walter

300 Beschäftigte bei Waskönig + Walter in Ramsloh protestieren über den Schichtwechsel

M+E 2026 Warnstreik Waskönig+Walter

2. November 2026 2. November 2026


Als Reaktion auf den von den Arbeitgebern geforderten Reallohnverzicht für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall Oldenburg zu Warnstreiks auf.

 Die Warnstreikaktion begann am 02.11.2026 um 12:00 vor dem Werkstor von Waskönig + Walter in Ramsloh. An der Aktion nahmen über den Wechsel von Früh- zu Spätschicht 300 Beschäftigte teil. Auch die Nachtschicht vom 02. auf den 03.11.2026 wird zum Warnstreik aufgerufen. In der Nacht erwartet die IG Metall Oldenburg 80 weitere Teilnehmende.

 Sören Frömter, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Oldenburg: „Die Beschäftigten sorgen jeden Tag mit ihrer Arbeit für den Erfolg ihrer Unternehmen. Statt einer Anerkennung sollen alle nun Reallohnverluste hinnehmen. Das ist weder gerecht noch wirtschaftlich sinnvoll. Mit unserem Warnstreik machen wir deutlich: Die Menschen erwarten ein faires Angebot, das ihre Leistung anerkennt sowie Kaufkraft und Zukunft sichert.“

 Die IG Metall hat den Arbeitgebern ein Tarifpaket unterbreitet, das die unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen berücksichtigt: 5 Prozent höhere Entgelte, die tarifliche Sicherung von Arbeitsplätzen und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Boom-Unternehmen. Die Arbeitgeberverbände boten dagegen vergangene Woche eine streichbare Einmalzahlung im Juli 2027 und 1,3 Prozent höhere Entgelte ab Juli 2028 an. Die bisherige Offerte der Arbeitgeber würde auf deutliche Kaufkraftverluste hinauslaufen.

 Martina Bruse, Geschäftsführerin der IG Metall Oldenburg und IG Metall Wilhelmshaven  sagte: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es Lösungen, die Beschäftigung sichern und den Menschen Perspektiven geben. Wer den Beschäftigten Geld entzieht, schwächt auch die Nachfrage und damit die wirtschaftliche Entwicklung. Wir brauchen tarifliche Lösungen für alle Betriebe, egal ob sie aktuell vor Herausforderungen stehen oder gute Geschäfte machen.“

 Die Beschäftigten von Waskönig + Walter schließen sich damit den bundesweiten Warnstreikaktionen der IG Metall an.

 Martina Bruse, Geschäftsführerin der IG Metall Oldenburg und IG Metall Wilhelmshaven: „Die Stimmung in den Betrieben ist eindeutig. Viele Kolleginnen und Kollegen haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber die wirtschaftliche Belastung einseitig auf die Beschäftigten abwälzen wollen. Mit dem Warnstreik setzen wir ein klares Signal: Wir erwarten schleunigst Bewegung von den Arbeitgebern am Verhandlungstisch.“