Atlas GmbH IG Metall kritisiert anhaltende Unsicherheit nach Vertragsunterzeichnung bei Atlas

IG Metall kritisiert anhaltende Unsicherheit nach Vertragsunterzeichnung bei Atlas – fordert Klarheit zu Arbeitsplätzen und Standorten

Wehende IG Metall-Fahnen.


Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags zwischen der Atlas Gruppe und Buhler Versatile (Teil der ASKO Holding) wächst bei den Beschäftigten die Hoffnung auf Stabilität. Gleichzeitig nimmt die Verunsicherung in den Belegschaften spürbar zu. Grund dafür ist aus Sicht der IG Metall Oldenburg die bislang ausbleibende öffentliche Aussage des Investors zu den konkreten Restrukturierungsplänen und möglichem Arbeitsplatzabbau.


„Der Vertragsabschluss ist ein wichtiger Schritt. Aber ein Neustart braucht Klarheit. Im Moment wissen die Beschäftigten nicht, woran sie sind – und genau das sorgt für massive Verunsicherung in den Werken“, erklärt Gewerkschaftssekretär Arne Bischoff von der IG Metall Oldenburg.


Bislang habe der Investor der Belegschaft weder erläutert, wie die künftige Struktur der Atlas Gruppe aussehen solle, noch wie viele Arbeitsplätze im Zuge der Restrukturierung tatsächlich abgebaut werden könnten. In der Belegschaft kursierenden Zahlen zufolge könnten bis zu 200 Arbeitsplätze betroffen sein.


Bischoff formuliert die Sorge der Beschäftigten deutlich: „Wenn diese Zahlen zutreffen sollten, dann würde hier möglicherweise jeder zweite seinen Job verlieren. Das wäre ein Einschnitt, der nicht spurlos an der Region vorbeigehen würde. Klar ist aber auch: Wir schützen unsere Mitglieder und werden keinen einseitigen Kahlschlag akzeptieren. Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig es ist, organisiert zu sein – nur gemeinsam haben die Beschäftigten die Kraft, ihre Interessen durchzusetzen.“


Besonders kritisch sieht die IG Metall die bislang fehlenden Aussagen zu den Standorten. Für die einzelnen Werke in Ganderkesee/Delmenhorst und Vechta gebe es derzeit keinerlei verbindliche Zusagen.

„Es stellt sich ganz konkret die Frage, ob bei einem möglichen Abbau von 200 Arbeitsplätzen überhaupt alle Standorte erhalten bleiben könnten“, so Martina Bruse, 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Oldenburg. „Ohne belastbare Standortgarantien bleibt für die Beschäftigten alles offen – und das ist keine Grundlage für Vertrauen.“


Die IG Metall fordert daher vom Investor unverzüglich Transparenz gegenüber der Belegschaft über die geplanten Maßnahmen sowie klare Aussagen zum Erhalt der Arbeitsplätze und Standorte.


„Wer langfristig erfolgreich sein will, muss die Beschäftigten mitnehmen – nicht im Unklaren lassen. Ein nachhaltiger Neustart bei Atlas wird nur gelingen, wenn es Sicherheit, Beteiligung und faire Bedingungen gibt“, betont Bruse abschließend.


Die IG Metall kündigte an, den weiteren Prozess aufmerksam zu begleiten und sich mit Nachdruck für eine Lösung einzusetzen, die möglichst viele Arbeitsplätze sichert und die Zukunft der Atlas Gruppe nachhaltig absichert.