HVI-Tarifrunde Warnstreik in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Lohne

IG Metall erhöht Druck auf Arbeitgeber 120 Beschäftigte beteiligten sich an Warnstreiks RPC Bramlage GmbH, RPC Bramlage Werkzeugbau GmbH & Co. KG, RPC Bramlage Division GmbH & Co. KG; RPC Bramlage Dinklage GmbH & Co. KG

Warnstreik RPC Betriebe

17. Januar 2026 17. Januar 2026


Am 16. Januar 2026 folgten rund 120 Beschäftigte der vier Amcor Betriebe aus Lohne und Dinklage dem Aufruf der IG Metall Oldenburg und legten ab 12:30 Uhr bis 15:00Uhr im Rahmen eines Warnstreiks die Arbeit nieder. Dazu gehören Beschäftigte der RPC Bramlage GmbH, der RPC Bramlage Werkzeugbau GmbH & Co. KG und der RPC Bramlage Division GmbH & Co. KG und RPC Bramlage Dinklage GmbH & Co. KG. Mehr als 120 Kolleginnen und Kollegen folgten dem schichtübergreifenden Aufruf der IG Metall Oldenburg.
Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie 5,0 % mehr Lohn und Gehalt sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung. Gerade Auszubildende leiden besonders unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten: Hohe Mieten, gestiegene Preise und teure Führerscheinkosten belasten sie erheblich. Zusätzlich fordert die IG Metall eine mitgliederwirksame Komponente, um das Engagement der IG Metall Mitglieder zu wertschätzen und die Ungleichbehandlung zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern in den Betrieben zu beenden.
Bei der zweiten Verhandlung am 09. Dezember 2025 hatten die Arbeitgeber erneut kein Angebot vorgelegt.
„Wir fragen uns tatsächlich, ob die Kolleginnen und Kollegen den Arbeitgebern nichts wert sind. Denn so nehmen die Beschäftigten in den Betrieben das bisher wahr“, sagte Paul Naujoks, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Oldenburg.
„Die Arbeitgeber müssen sich bewegen. Das Nullangebot würde angesichts der aktuellen Preissteigerungen weitere Reallohnverluste bedeuten. Die Beschäftigten stehen nach Jahren hoher Inflation mit deutlich geringerer Kaufkraft da als noch 2022. Mit ihrer starken Beteiligung am Warnstreik haben sie klar gezeigt, wozu sie bereit sind – und wie wichtig ihnen eine satte Einkommenserhöhung, eine deutliche Verbesserung der Ausbildungsvergütung und ein Mitgliederbonus sind!“
Für die dritte Verhandlung am 22. Januar 2026 erwartet die IG Metall endlich ein verhandlungsfähiges Angebot. „Sollte es erneut kein Angebot geben, müssen wir über einen zweiten Warnstreik nachdenken.“